GEFAHREN IM TRINKWASSER
PFAS
Was sind PFAS?

PFAS sind industriell hergestellte Chemikalien, die wasser-, schmutz- und fettabweisend wirken und unterschiedlichen Temperaturen standhalten. PFAS ist die Abkürzung von „per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen“. Diese chemischen Verbindungen verleihen Industrie- oder Verbraucherprodukten (Lacke, Verpackungen, Funktionskleidung, Kosmetik, usw.) nützliche Eigenschaften, sie wirken wasser-, fett- und schmutzabweisend. Viele PFAS gelten jedoch als nahezu unzerstörbar und sie reichern sich in der Umwelt und im menschlichen Körper an.

Laut Europäischer Umweltagentur gilt es als sehr wahrscheinlich, dass PFAS gesundheitsschädlich sind und verschiedene Arten von Krebs verursachen, die Schilddrüse schädigen, den Cholesterinspiegel erhöhen und Entwicklungsstörungen von Kindern im Mutterleib verursachen.

PFAS können für Kinder und ältere Menschen sowie für Menschen, die hohen Mengen PFAS ausgesetzt sind, ein gesundheitliches Risiko darstellen. Ähnlich wie Mikroplastik finden sich PFAS überall, nachweisbar inzwischen im Blut der meisten Menschen, in Muttermilch und auch in Trinkwasser.

In und außerhalb der EU wurden PFAS in der Luft, im Boden, auf Fabrikgeländen, Flughäfen, Militärbasen und in der Umwelt nachgewiesen. Da manche PFAS wasserlöslich sind, gelangen sie auch in Oberflächen- und Grundwasser und somit in Trinkwasser. Mit der neuen EU-Trinkwasserrichtlinie (TWRL (EU) 2020/2184) wurden die Grenzwerte für PFAS in Trinkwasser verschärft. Bis die Vorgaben jedoch in nationales Recht umgesetzt sind, werden noch ein paar Jahre vergehen.

Quellen:
https://www.eea.europa.eu/publications/emerging-chemical-risks-in-europe/emerging-chemical-risks-in-europe
https://www.tagesschau.de/wissen/technologie/pfas-bundesrat-grenzwerte-trinkwasser-101.html

Aktivkohle bindet gelöste chemische Substanzen. Eine Anlage für Trinkwasseraufbereitung direkt am Hauswassereingang reduziert das Risiko einer Verunreinigung des Trinkwassers mit PFAS. Eine schnelle Lösung ist auch ein Filter, der an der Wasserentnahmestelle installiert wird, zum Beispiel unter der Küchenspüle.

Aktivkohlegranulat aus Kokosnuss-Schalen bindet nicht nur PFAS, sondern auch viele weitere gelöste Schadstoffe (Chlor, Pestizide, Medikamentenrückstände, etc.). Die Schadstoffe lagern sich an der Oberfläche der Aktivkohlegranulate an (Adsorption). Aufgrund von unzähligen kanalförmigen Hohlräumen weist Aktivkohle eine ausgesprochen große Oberfläche auf und damit eine enorme Rückhaltekapazität von Schadstoffen. Das reduziert auch unangenehmen Geschmack und Geruch des Trinkwassers, während wertvolle Mineralstoffe und Salze erhalten bleiben.

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