Pseudomonaden im Trinkwasser
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Pseudomonaden im Trinkwasser

Pseudomonas im Trinkwasser – die allgegenwärtige Gefahr


Pseudomonaden – wissenschaftlich: Pseudomonas aeruginosa, sind typische „Bewohner“ des Wassers und können auch ins Trinkwasser gelangen. In großen Mengen sind sie für viele Menschen sehr gesundheitsgefährdend. Dennoch werden sie bei der durch die Trinkwasserverordnung geregelten Untersuchung von Trinkwasserproben nicht standardmäßig erfasst.


Was sind Pseudomonaden?

Es handelt sich um Bakterien, die meist Sauerstoff für den Stoffwechsel benötigen, mehr Ansprüche stellen sie nicht an ihre Umgebung. Weil sie erstens allgegenwärtig sind und zweitens bevorzugt im Feuchten existieren, werden sie auch als Pfützenkeim bezeichnet, obwohl sie nicht nur im Oberflächenwasser und im Grundwasser, sondern auch in Böden, Tieren und Pflanzen prächtig gedeihen. Ein gesunder und unverletzter Organismus kommt mit diesen Nasskeimen oft gut zurecht. Anders verhält es sich bei Menschen, die gesundheitliche Belastungen haben und einer der Risikogruppen angehören, denen der Keim zu schaffen macht.


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Pseudomonas aeruginosa im Trinkwasser

Der Pseudomonas aeruginosa ist für Menschen mit einem schwachen Immunsystem besonders gefährlich, denn die Einnahme von belasteten Flüssigkeiten oder der Eintritt der Bakterien in den menschlichen Organismus über offene Wunden kann rasch zu lebensbedrohlichen Infektionen führen. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen kennen das Problem und dessen Auswirkungen sehr genau: Die Pseudomonaden werden zu den sogenannten Krankenhauskeimen gezählt und sind gefürchtet, weil sie Biofilme bilden und deshalb schwer zu bekämpfen sind; zudem sind viele Stämme der Pseudomonaden resistent gegen Antibiotika und führen zu den erwähnten Infektionen, zu Entzündungen, zur Sepsis und können sogar Herzerkrankungen verursachen. Allerdings weiß man inzwischen, dass auch Menschen mit einem stabilen Immunsystem diverse Krankheiten ausbilden können, die durch Pseudomonaden verursacht werden, insbesondere Wundinfektionen, Bindehautentzündungen und Infekte im Ohr.

  • Verursacht: Lungenentzündungen (Pneumonie)

  • Verursacht: Wundinfektionen

  • Verursacht: Sepsis („Blutvergiftung“)

  • Verursacht: Harnwegsinfektionen

  • Verursacht: Ohrifektionen

  • Verursacht: Bindehautentzündungen


Wo treten Pseudomonaden auf?

Im Oberflächenwasser sowie im Grundwasser sind die Pseudomonaden ständig vorhanden. Der beste Schutz vor den krankmachenden Bakterien besteht darin, deren Eintritt in die Hauswasserleitung zu verhindern. Das Problem hier im Überblick:

Pseudomonas aeruginosa gelangt entweder über die Hausanschlussleitung in ein Hausinstallationssystem oder wird bei Arbeiten an der Installation beziehungsweise bei der Neuinstallation durch kontaminierte Bauteile oder Werkzeuge und Arbeitsmaterial eingebracht. Totleitungen und Stagnationen in der Hausinstallation fördern die Vermehrung. Betroffen sind insbesondere Kaltwasserleitungssysteme inklusive deren Entnahmestellen, in Einzelfällen auch Warmwasserleitungssysteme.

Eine Kontamination des Leitungsnetzes und der Entnahmestellen kann insbesondere bei Risikopatienten zu schwerwiegenden Krankheiten führen.

Sorgen Sie vor: Die klimabedingte Erwärmung des Grundwassers wird die Verbreitung von Pseudomona vermutlich spürbar fördern. Umso wichtiger ist es, diese Keime nicht ins Leitungswasser gelangen zu lassen.


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Warum Sie gegen die Pseudomonaden selbst tätig werden sollten

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) formuliert, dass die Konzentration von Mikroorganismen im Wasser so gering gehalten werden soll, wie dies nach technischem Stand und nach „vertretbarem Aufwand“ möglich ist; bezogen ist diese Absichtserklärung auf alle krankmachenden Keime.

Pseudomonas aeruginosa gilt als durch das Wasser übertragbarer Krankheitserreger. Dennoch scheint die Gefahr vernachlässigt zu werden. Die mit der Überwachung der Trinkwasserqualität beauftragten Betreiber von Wasserversorgungsanlagen und die Gesundheitsämter prüfen zwar regelmäßig das Wasser auf Erreger wie Escherichia coli und Enterokokken, allerdings nicht standardmäßig auf die Verunreinigung durch Pseudomonaden. Stattdessen ist lediglich eine anlassbezogene Prüfung vorgesehen, heißt: bei Verdachtsfällen. Dass dies ein Problem darstellt, ergibt sich aus den vom Keim verursachten Krankheiten wie auch aus der Resistenz dieser Bakterien gegen Antibiotika.


Zitat Umweltbundesamt

„Als Erreger sporadischer Infektionen und aufgrund der hohen Antibiotikaresistenz sind durch P. aeruginosa ausgelöste Infektionen aus Sicht der öffentlichen Gesundheit so bedeutsam, dass alle Möglichkeiten der Verhütung, einschließlich der Prävention wasserassoziierter Infektionen, ergriffen werden müssen.“

PDF Empfehlung des Umweltbundesamtes – Pseudomonas aeruginosa

Das Umweltbundesamt stuft die Gefahr durch diese Bakterien demnach als „bedeutsam“ ein. Dennoch findet keine Regelprüfung auf diese Keime bei den Wasserversorgern statt, und die Trinkwasserverordnung nennt keine Grenzwerte für Pseudomonas für die öffentliche Wasserversorgung, sieht Grenzwerte lediglich für den Verkauf von Trinkwasser in Flaschen etc. vor.


Vorbeugung ist der beste Schutz vor Bakterien im Trinkwasser

Maßnahmen zur Bekämpfung von Bakterien im häuslichen Rohrleitungsnetz, wie beispielsweise Chlorung und thermische Desinfektion, sind häufig nur bedingt erfolgreich, da die meisten Bakterien in einer schützenden Biofilmschicht hausen, und bieten darüber hinaus auch nur temporären Schutz, da täglich Abermillionen neuer Bakterien und Keime aus dem Stadtnetz nachgespült werden.

Dank der nur 20 Nanometer messenden Poren verwehren die Seccua-Wasserfilter jedoch selbst mikrobisch-kleinen Krankheitserregern den Zugang in das Wasserleitungssystem Ihres Hauses. So wird verhindert, dass verkeimtes Wasser aus dem Stadtnetz durch ihren Wasserhahn fließt – was bleibt, ist keimfreies, gesundes Wasser für Sie und Ihre Familie.


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